3 Fragen an: Dr. Arndt Eversberg

Unser Vorstand im Interview

Rechtsanwalt und Vorstand bei der Omni Bridgeway AG

Herr Eversberg, als Sie 2012 bei der ROLAND angefangen haben, wurden Ihnen drei Fragen gestellt: Was den Reiz der Prozessfinanzierung für Sie ausmacht, wo besondere Herausforderungen liegen und wie Ihr erster Monat im neuen Unternehmen war? Heute nun – nach genau 8 Jahren bei der Omni Bridgeway AG (vormals ROLAND ProzessFinanz AG) und nunmehr 20 Jahren insgesamt im Bereich der Prozessfinanzierung – möchten wir wieder 3 Fragen an Sie richten.

Seit 20 Jahren sind sie in der Prozessfinanzierung tätig – wie hat sich das Geschäft im Laufe der Zeit gewandelt?

Als wir vor 20 Jahren starteten, war Prozessfinanzierung das Innovativste, was in den letzten 100 Jahren nach Einführung des BGB in der deutschen Rechtslandschaft geschah. Entsprechend groß waren der Zuspruch und teilweise auch der Widerspruch. Heute ist Prozessfinanzierung – nicht zuletzt durch Legal Tech für Verbraucheransprüche und den VW Skandal – in aller Munde. Bei ausländischen Finanzinvestoren herrscht eine Art Goldgräberstimmung: hunderte von Millionen Dollar sollen in die deutsche Rechtsdurchsetzung investiert werden. Ich befürchte, in solchen Zeiten wird es wie immer mehr Verlierer, als Gewinner geben. Wir müssen zusehen, dass Recht nicht zu einer Ware wird, die zu einem “Tagespreis” gehandelt wird, wie das zur Zeit leider bei den Ansprüchen der Geschädigten aus dem Dieselskandal den Anschein hat.

Haben Sie sich am Anfang Ihrer Karriere vorstellen können, einmal bei einem weltweit agierenden “Litigation Funder” im Vorstand zu sein und die Geschicke im deutschsprachigen Raum zu lenken?

Klar war, dass die Globalisierung auch von unserer Branche nicht Halt machen würde. Weltweit lokal aufgestellt zu sein, wie das Omni Bridgeway ist, ist für einen guten Kundenservice enorm wichtig. Daher macht es mich schon stolz, persönlich mit der Partie zu sein. Wo die Prozessfinanzierung einmal landen würde, war uns damals so klar allerdings nicht. Aber als Start-up träumt man immer davon, die Spitze einer neuen Idee zu sein und zu bleiben – wo auch immer die dann irgendwann einmal steht.

Welche Herausforderungen stellt die aktuelle Situation an Sie und Ihr Team?

Herausforderungen hat unsere Zeit allerdings viele. Aktuell müssen wir wie alle mit Corona in Deutschland umgehen. Das bedeutet zunächst längere Verfahren, da die Gerichte geschlossen haben. Dann gilt es zu prüfen, ob die Beklagten finanziell noch in der Lage sind, die Forderungen zu bedienen. Wie bereits erwähnt, haben vermehrt ausländische Investoren Deutschland als attraktives Ziel entdeckt. Diesem Wettbewerb müssen wir uns stellen – sind aber mit Omni Bridgeway gleichzeitig dazu auch hervorragend aufgestellt. Intern gilt es, die verschiedenen, weltweiten Unternehmensteile zu einer gut funktionierenden, erfolgreichen Einheit zusammen zu führen. Wer also Herausforderungen mag ist gerne eingeladen, zu uns stoßen. Wir bieten spannenden Aufgaben!

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